Kameras und Objektive mit Wartung und Garantie

Bei vielen unserer hochwertigen Kameras und Objektive von Leica, Rollei, Hasselblad und Mamiya haben wir in der Fachwerkstatt eine Revision (technische Wartung) durchgeführt.

Diese beinhaltet eine gründliche Durchsicht, Funktionsprüfung, Reinigung und ggf. Reparatur.

Für Rollei-Kameras ab Baujahr 1960 bieten wir auf Wunsch (optional) und soweit erforderlich einen Reparaturservice einschließlich Werksgarantie.

Sämtliche durchgeführten Revisionen sind im Revisionsbericht dokumentiert, auf diese Arbeiten und Leistungen der Werkstatt erhalten Sie 6 Monate Garantie.

Kameras und Objektive in einem altersgemäß herausragendem Topzustand und/oder bereits erfolgter technischer Revision werden mit unserem „Premium-Siegel“ und im Angebotstext entsprechend gekennzeichnet und beschrieben.

Leica Reparaturen, Wartung und Kundendienst

Neben der Leica Camera AG in Wetzlar (Leica Customer Care) gibt es verschiedene von Leica authorisierte Firmen, die nahezu jede Leica Kamera reparieren können. Allerdings ist aufgrund der Ersatzteilverfügbarkeit eine Reparatur eines klassischen Schraubgewinde-Modells deutlich schwieriger als bei den späteren Leica M-Kameras.

Eine frühe Leica IIIa oder IIIb kann im Ankauf oder Unterhalt deshalb völlig unwirtschaftlich sein, wenn Reparaturen anstehen. Dagegen kann eine Leica M3 und M2 nach wie vor gut repariert werden, noch immer können Reparaturbetriebe auf teils neuwertige Ersatzteile der Leica Camera AG zugreifen. Die Preise dafür sind allerdings hoch.

Neue Belederung einer Leica M3 – Originalersatzteile von Leica

Neben den vom Hersteller autorisierten Reparaturbetrieben gibt es spezialisierte Restaurateure, die Leica Kameras instandsetzen und warten können. Eine sehr schöne und gut erhaltene Leica erreicht durch die technische Überholung wieder einen tadellosen Gesamtzustand.

Leica Kameras gehören sicherlich zu den stabilsten und zuverlässigsten Kameras, die je gefertigt wurden. Sie sind als Gebrauchsgegenstände gebaut, die jahrelang funktionieren sollen. Und so arbeitet manche Leica M3 auch heute – nach über 50 Jahren – noch zuverlässig „wie am ersten Tag“. Sicherlich auch deswegen, weil für Leica-Fotografen eine regelmäßige Wartung ihrer Ausrüstung selbstverständlich war.

Eine gepflegte Leica wird über einen langen Zeitraum perfekt funktionieren und dieser Zustand kann durch einen Kundendienst bei Leica oder einem spezialisierten Reparaturbetrieb erhalten werden. Und somit auch der Wert einer klassischen Leica Kamera, für die heute noch hohe Preise beim Ankauf und Verkauf bezahlt werden.

Typische Auffälligkeiten bei Leica Kameras

Dejustierter Entfernungsmesser / Messsucher

Die Entfernungseinstellung über das Schnittbild im Messsucher der Kamera zeigt ein perfekt deckungsgleiches Motiv, aber die Aufnahmen sind nicht „auf den Punkt“ scharf. Während bei einer Spieglereflexkamera das Motiv durch das Objektiv in den Sucher eingespiegelt wird und somit die tatsächliche Schärfe bestimmt werden kann, kann der Schärfeeindruck beim Messsucher vom tatsächlichen Ergebnis abweichen. Das im Sucher sichtbare Bild entspricht nicht dem Blick durchs Objektiv. So sind Abweichungen möglich, die erst im Nachhinein bei der Filmentwicklung und Vergrößerung – oder bei den digitalen Leica Kameras mit Messsucher auf dem Kameradisplay – festgestellt werden. Da die Vorschau über das Kameradisplay recht klein ausfällt, fallen dem Betrachter Unschärfen meist erst bei der Bearbeitung am Computer auf.

Schrauben, Schraubenköpfe

Bei gebrauchten Leica Kameras sollte nach den Schraubenköpfen geschaut werden. Übereifrige Anwender versuchen sich manchmal an einer Reparatur ihrer Leica.
Meist bleibt es beim Versuch, denn eine Leica ist ein Präzisionsinstrument und überfordert manchen ambitionierten Bastler.
Zurückliegende Reparaturen bei Leica oder autorisierten Werkstätten hinterlassen jedenfalls keine zerstörten Schraubenköpfe.

Verschlussablauf

Wird bei einer mechanischen Leica-Kamera die Verschlusszeit auf 1/15 Sekunde eingestellt und ausgelöst, so muss der Verschlussablauf deutlich hörbar zu erkennen und zu unterscheiden sein:

  • Zunächst läuft der erste Verschlussrollo von links nach rechts über das Bildfenster bis ca. 2mm hinter den linken Rand.
  • Bevor der 1. Verschlussrollo seine Endstellung erreicht läuft der 2. Rollo „hinterher“, der Abstand zwischen beiden Abläufen wird durch das Hemmwerk reguliert.
  • Sobald die Bremswirkung des Hemmwerkes für das 2. Verschlussrollo beendet ist, bewegt sich das Rollo über das Bildfenster. Die Bewegungsenergie des 2. Rollos versetzt ein Räderwerk in Bewegung und erzeugt ein typisches Geräusch. In seiner Endstellung überlappt das 2. Rollo dann ein wenig das 1. Rollo.
  • Nach dem Ablauf beider Rollos wird das Hemmwerk durch eine Feder wieder in seinen Ursprungszustand versetzt („gespannt“), ein typisches „Nachgeräusch“ wird hörbar.

Zusätzlich sollte der Verschlussablauf beider Verschlussrollos mit der Zeiteinstellung 1 Sekunde (Referenzsekunde) durchgeführt werden. Die Verschlusszeit sollte regelmäßig ablaufen und auch mehrmals hintereinander gleichmäßig bei 1s liegen. Ein zögerlicher Zeitenablauf deutet auf eine Verharzung der Mechanik hin, hier ist die Schmierung nicht mehr in Ordnung.

Batterien, Batterieverfügbarkeit und Batterieumrüstung

Die Leica CL und Leica M5 und die Belichtungsmesser „LeicaMeter“ verwendeten früher die PX 625 / 1,35V-Batterien, diese waren quecksilberhaltig und werden aus Umweltschutz-Gründen nicht mehr angeboten. Alternativ können die aktuellen, quecksilberfreien 1,5V Batterien V625U verwendet werden. Die ansonsten erhältlichen 1,3 V Zink/Luftbatterien bewähren sich nicht, diese haben schnellen Spannungsabfall und dadurch entstehen unzuverlässige Belichtungsmessungen. Bei den meisten Kameras mit einem Belichtungsmesser mit Drehspulinstrument werden bei Verwendung von Batterien mit zu hoher Spannung (1.5V statt 1.35V) bis zu 3 Lichtwerte zu viel angezeigt.

Kameras bzw. Belichtungsmesser lassen sich auf die 1,5V Batterie umjustieren , so daß die 1,5V Batterien nicht zu Fehlbelichtungen führen.

Belederung

Eine spröde „Belederung“ gerät ins Bröckeln, das Vulkanit bricht mehr und mehr aus. Selbst für Leica Kameras wie z.B. die Leica M3 aus den 1950er Jahren sind noch immer Ersatzbelederungen beim Hersteller verfügbar.