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Leitz Elmarit-C 40mm 2.8 – ein Leitz Objektiv,
das seinerzeit „nicht gut genug“ war für Minolta

Es gibt eigenartige Geschichten: Leitz entwickelte ein Elmar-C Objektiv zur Verwendung an der kleinen und kompakten Leica CL – Kamera, die zwischen 1973 und 1976 als „Joint-Venture“ von Leica und Minolta angeboten wurde, jeweils unter eigenem Markennamen als Minolta CLE bzw. Leica CL. Leitz brachte „Entwicklung und Design“ in diese Zusammenarbeit ein während Minolta die Kameras in Japan fertigte. Die Objektive sollten von jedem der beiden Unternehmen eigenständig nach den Vorgaben von Leitz produziert werden. Und so entwickelte Leitz als Premium-Optiken-Hersteller das Elmar-C 40mm 2.8 – Objektiv als Standardobjektiv für diese Kameras und sendete erste Prototypen zu Minolta. Minolta zeigte sich wenig glücklich über dieses Objektiv, entsprach es doch nicht den eigenen Anforderungen an ein hochwertiges Objektiv. Leitz besserte nach und entwickelte das wunderbare Summicron-C 40mm 2.0, welches dann als Standardobjektiv produziert wurde.

Doch inzwischen hatte man bei Leitz bereits 400 dieses Prototypen hergestellt, die aufgrund der Neuentscheidung nun nicht in den Verkauf gelangen sollten und statt dessen an Leitz-Mitarbeiter ausgegeben wurden. So gelangten die seltenen und ungewöhnlichen Stücke auch auf den Sammlermarkt und erzielen seither teils fantastische Preise. Niemand weiß, wie viele Exemplare noch existieren oder in irgendwelchen Vitrinen verstauben, weil die Seltenheit (und „Wert“) der Elmar-Objektive nicht erkannt wird.

Zu einer anderen Verwendung als ein Sammlerstück sollte man sich dieses Objektiv nicht kaufen, denn die optische Qualität ist wie oben beschrieben kein Kaufgrund.

Nun hat so ein seltenes Stück den Weg zu uns gefunden, im Moment schauen wir, inwieweit es einen Sammler gibt, der dieses außergewöhnliche Leica-Objektiv gerne zu einem irrationalen Preis erwerben will, der mit den „normalen“ Gebrauchtpreisen für klassische Objektive nicht zu erklären ist.

24. März 2017|

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