Hasselblad Seriennummern

Hasselblad Gehäuse und Magazine

Wie die meisten Kamerahersteller kennzeichnet auch Hasselblad Kameras und viele Zubehörteile mit einer eindeutigen Seriennummer. Aus der Seriennummer für Hasselblad-Gehäuse und -Magazine wird das jeweilige Herstellungsjahr aus einem Buchstaben-Code ersichtlich. Das Herstellungsjahr ergibt sich durch einfache Ersetzung des Buchstabens durch die ihm zugewiesene Zahl:

Herstellercode
V H P I C T U R E S
1  2  3 4 5 6 7 8 9 0

Eine Seriennummer UC12345 lässt auf das Herstellungsjahr 1975 schließen.

Seriennummern bei Hasselblad-Magazinen: Die drei Ziffern im Magazineinsatz müssen mit den letzten drei Ziffern der Seriennummer des Magazins übereinstimmen. Magazin und Einsatz sind werksseitig aufeinander justiert. Beim Magazinkauf wird „Nummerngleichheit“ empfohlen.

Hasselblad Objektive

Die Objektive von Carl Zeiss haben eigene Seriennummern, die diesem Schema nicht entsprechen. Das Alter der Zeiss-Objektive ermitteln Sie auf dieser Seite http://www.hasselbladhistorical.eu

Als Hasselblad-Referenzwerk gilt das „Hasselblad System Compendium“ von Richard Nordin, Hove Books, auf Englisch in der Ausgabe vom November 2003 ISBN 1-897802-10-2, das Sie allerdings auf dem Gebrauchtmarkt erstehen müssen.

Hasselblad V-Serie (500) in der Zeitleiste

Wer von einer „klassischen Hasselblad“ spricht, meint in der Regel eine Hasselblad 500 (V-Serie), die zwischen 1957 und 2013 in verschiedenen Ausführungen hergestellt wurde und Carl Zeiss Objektive mit im Objektiv befindlichen Zentralverschluss verwendet. Eine ausführliche Kaufberatung finden Sie hier.

In der folgenden Tabelle sind die Modelle der Ur-Hasselblad 1600F und 1000F (1948-1957) nicht berücksichtigt, ebensowenig die motorbetriebenen Modelle 500 „EL“ und die 200/2000er-Serie mit Schlitzverschluss im Kameragehäuse.

In der Hasselblad V-Serie gibt es noch die besonderen Superwide-Modelle (SWC), Hasselblad Kameras mit fest eingebautem Weitwinkelobjektiv 38mm. Diese wurden zwischen 1954 und 2006 in verschiedenen Ausführungen hergestellt.

ProduktionModellBeschreibung
1957-1970Hasselblad 500CZentralverschluss in den Objektiven
1970-1994Hasselblad 500C/MMattscheibe einfach wechselbar; manche frühe Modelle sind noch als "500C" bezeichnet
1990-1992Hasselblad 500 ClassicAls Set mit 80er-Objektiv und A12-Magazin verfügbar, ab 1992 wieder als Einzelgehäuse erhältlich
1994-1997Hasselblad 501CAls Set mit Zeiss 80er C-Planar ausschließlich in schwarz erhältlich Neuer Auslöseknopf Acute Matte D - neue Mattscheibe für helleres Sucherbild
1997-2005Hasselblad 501CM"Gliding Mirror" - keine Vignettierung des Sucherbilds bei Brennweiten > 150 mm. Als Set oder nur Gehäuse erhältlich, in chrom oder schwarz
1988-1994Hasselblad 503CXTTL-OTF-Blitz-System. Verbesserte Palpas-Beschichtung im Gehäuseinnern verringert Streulicht
1994-1996Hasselblad 503CXiAnschluss für Winder
1996-2013Hasselblad 503CWGliding Mirror System - keine Vignettierung des Sucherbilds bei Brennweiten > 150 mm Mit der Einstellung der 503CW am 29. April 2013 beendet Hasselblad das V-System
SWC
1954-1958Hasselblad SWASWA - Superwide Angle. Fest eingebautes Carl Zeiss Biogon 38 mm f4.5 Weitwinkelobjektiv
1959-1979Hasselblad SWCZunächst mit silbernem C-Objektiv, ab 1969 schwarzes C-Objektiv, ab 1973 mit Mehrschichtvergütung T*
1980-1988Hasselblad SWC/MNachfolgemodell der Hasselblad SWC. Anschlussmöglichkeit für Polaroid-Magazin. Ab 1982 mit CF-Objektiv. Ab 1985 wird die Libelle in den Sucher integriert
1988-2001Hasselblad 903SWCNachfolgemodell der Hasselblad SWC/MM. Verbesserte Palpas-Beschichtung im Gehäuseinnern zur Reduzierung von Streulicht
2001-2006Hasselblad 905 SWCNachfolgemodell der Hasselblad 903SWC mit neu gerechnetem Zeiss Biogon-Objektiv unter Verwendung umweltfreundlicher Linsenmaterialien, jetzt als CFi-Objektiv