Hauptmenü

alte analoge objektive an modernen digitalen kameras verwenden (Teil 2)

Am Beispiel der Messucherkamera Leica M 240 und einem klassischen Leica Leitz Summilux 35mm 1.4 von 1960

Ein Vorteil des Leica-M-Systems ist die „Abwärtskompatibilität“ des Leica-M-Bajonetts, also die grundsätzliche Verwendbarkeit von Leica M – Objektiven aus einer langen Traditionsreihe an modernen Leica-Kameras mit digitalem Aufnahmesensor.

Doch was leistet ein klassisches Leica Objektiv, das seinerzeit für Film konzipiert wurde, an heutigen digitalen Kameras?

Hier im Vergleich steht ein klassisches Leica Summilux 35mm 1.4, seinerzeit (1960) das lichtstärkste Weitwinkel-Objektiv auf dem Markt, das erst 30 Jahre später durch das Leica Summilux 35mm 1.4 ASPH abgelöst wurde (1990).
Dann, nur 4 Jahre später (1994) wurde das bis heute aktuelle Leica Summilux 35mm 1.4 ASPH verfügbar.

Das klassische Summilux ist ein sehr leichtes und äußerst kompaktes Objektiv, und von daher attraktiv für Reise- und Reportagefotografie.

 

Fazit: Das „analoge Objektiv“ entfaltet an einer digitalen Leica M (Typ 240) erst ab Blende 8 seine Leistung.

Bei Offenblende 1.4 oder 2.0 erreicht es keine Spitzenwerte bei der Darstellung der Pixel (Auflösung), zudem wirken die Bilder kontrastarm. Die Schärfeleistung ist vor allem in den Randbereichen nicht genügend. Auffällig bei Lichtpunkten sind die Asymmetriefehler („coma“), die aussehen wie ein Schweif. Auffallend ist auch die Vignettierung in den Randbereichen und insbesondere in den Ecken.

Mit zunehmender Blendenstufe wird die Abbildungsleistung besser bis das Optimum bei Blende 8 erreicht wird und danach die Qualität wieder leicht abfällt.

Die Bilder unten vergleichen das klassische Leica Summilux 35mm 1.4 an einer digitalen Leica M mit einer Fuji X100F, einer topaktuellen Kompaktkamera mit vergleichbarer Auflösung und auch sonst ähnlichen Werten.

Leica M (Typ 240) + Leica Summilux 35mm 1.4 – 11869

Fuji X100F mit Fujinon 23mm 2.0
(35mm KB äquivalent)

Links die Leica Aufnahmen und rechts die Fuji Aufnahmen, jeweils das unbearbeitete RAW-Bild (als JPG konvertiert).

Blende 2
Die Unterschiede sind offensichtlich. Das Leica Bild wirkt flau und außerhalb der Bildmitte zunehmend unscharf. Die Bildauflösung ist vergleichsweise gering gegenüber dem neuen Fujinon Objektiv an der Fuji X100F.

 

Blende 2.8
Jede Blendenstufe verbessert beim Leica-Objektiv die Abbildungsleistung sichtbar. Auf den hier dargestellten Aufnahmen ist es aufgrund der kleinen Bildgröße nicht so deutlich sichtbar wie auf den Originalaufnahmen. Während das Fujinon über alle Blendenstufen hinweg konstant ähnliche Abbildungsleistungen darstellt, sind die Unterschiede beim Leica Objektiv eklatant.

 

Blende 5.6

 

Blende 8
Hier hat das Leica Objektiv sein Maximum an Abbildungsqualität erreicht, fällt danach wieder leicht in der Schärfeleistung ab.

 

Blende 11
Das Leica Objektiv fällt leicht ab, wirkt hier aber schärfer als das Fujinon.

 

Blende 16
Das Leica Objektiv fällt weiter leicht ab, ist hier aber deutlich schärfer als das Fujinon.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

alte analoge objektive an modernen digitalen kameras verwenden – (Teil 1)

alte analoge objektive an modernen digitalen kameras verwenden (Teil 2)
Am Beispiel der Messucherkamera Leica M 240 und einem klassischen Leica Leitz Summilux 35mm 1.4 von 1960

alte analoge objektive an modernen digitalen kameras verwenden (Teil 3)
Am Beispiel der Messucherkamera Leica M 240 und einem klassischen Leitz Summicron 50mm 2.0 „Rigid“ von 1960

alte analoge objektive an modernen digitalen kameras verwenden (Teil 4)
Am Beispiel der Messucherkamera Leica M Typ 240 und einem klassischen Leica Leitz Summicron 35mm 2.0 – 11309 – von 1970

Scharf: Carl Zeiss Jena Tessar T 2.8 50mm

was alte objektive an modernen kameras leisten können – Buchtipps

jetzt Kamera verkaufen

Wie funktioniert der Kameraankauf?

Hier klicken