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Vintage – klassische analoge Kameras für die Sammlung

Es gibt diese herausragenden Modelle in der Kamerageschichte, die seinerzeit Meilensteine in der Technik und bei den Funktionen setzten, optische Möglichkeiten aufzeigten und Begehrlichkeiten weckten. Viele dieser klassischen Kameras haben ihre Faszination bis in die heutige Zeit bewahrt und sind auf dem Gebrauchtmarkt (wieder) gefragte Exemplare.

Plaubel Makina W67

Die Plaubel Makina W67 zählt zu den besten Mittelformat-Kameras, die jemals produziert wurden. Die Kamera „schießt“ Fotos im 6×7 Format und verfügt über ein Nikon 55mm Objektiv, das zu den herausragendsten Objektiven in der analogen Fotografie zählt. Der Bildwinkel entspricht einem 23mm-Weitwinkel in Bezug zum 135-Kleinbildformat.

Diese Kamera ist auf dem Gebrauchtmarkt selten und vor allem aus den USA und/oder Japan zu beziehen. Das Preisniveau für eine gebrauchte Plaubel Makina W67 ist hoch.

Rollei 35S

Die Rollei 35 S ist eine der kleinsten analogen Kleinbildkameras. Ausgestattet mit einem hochwertigen Carl Zeiss Sonnar 40mm 2.8 oder dem vergleichbaren Rollei  HFT-Objektiv bietet es eine überzeugende Bildqualität in einem kompakten Kameragehäuse.

Die Kamera ist auf dem aktuellen Gebrauchtmarkt sehr beliebt und erreicht in tadellosem Zustand bei voller Funktionsfähigkeit durchweg gute Preise. Viele Kameras werden heute in den asiatischen Raum verkauft. Nachteilig ist, dass die Batterie für diese Kamera nicht mehr verfügbar ist und eine vergleichbare und erhältliche Batteriegröße eine abweichende Spannung aufweist. Im Idealfall wird der Belichtungsmesser der Rollei 35S auf den neuen Batterietyp justiert, um Messtoleranzen von bis zu zwei Blendenstufen zu vermeiden.

Fuji GW690II

Wem eine Mamiya 7 II zu teuer ist, der greift zur Fuji GW690II, wie die Mamiya eine Mittelformat-Sucherkamera – mit nur geringfügig abweichender Bildqualität zu einem deutlich günstigeren Preis.

Die auch als “Texas Leica” bezeichnete Kamera ist vergleichsweise globig und schwer, liefert dafür aber gigantische Mittelformat 6 x 9 Negative.

Auf dem deutschen Kamera-Gebrauchtmarkt ist die Fuji GW690II jedoch selten zu erhalten und die wenigen Modelle entsprechend hochpreisig.

Yashica Mat 124G

Sagenhaft preiswert und qualitativ hochwertig ist die Yashica Mat 124G ein echtes Schnäppchen unter den zweiäugigen Spiegelreflexkameras – und hier verglichen mit den gleichartigen Rolleiflex-Kameras. Das 75mm 3.5 Lumaxar-Objektiv ist dem entsprechenden Rolleiflex Tessar nachempfunden, Kenner behaupten sogar, das Objektiv stamme aus deutscher Produktion und entspräche qualitativ durchaus dem Rollei-Objektiv.

Contax G1 | Contax G2

Die Contax G1 im Titan-Gehäuse wurde 1994 als „Qualitätsoffensive“ unter den elektronischen Messucherkameras auf den Markt gebracht, um sich gegenüber der Konkurrenz von Voigtländer und Leica zu positionieren. Contax produzierte mit der G1 eine der besten Kleinbild-Kameras bis zu diesem Zeitpunkt. Carl Zeiss lieferte die Objektive für die Contax G1 und den Nachfolger G2 (ab 1996) und setzte damit ein qualitatives Zeichen auch gegenüber den seinerzeit verfügbaren hochwertigen Leica Objektiven.

Das Nachfolgemodell Contax G2 wurde vom Design überarbeitet, fällt etwas größer aus und verfügt über einen besseren Sucher und einen verbesserten Autofocus.

Auf dem Gebrauchtmarkt ist eine G2 heute 3x teurer als eine Contax G1. Gleichgültig, für welche der beiden Kameras man sich entscheidet, die optische Leistung der Zeiss-Objektive kann bis heute klar überzeugen.

Leica M6

Klassische Leica Kameras wie die Leica M6 sind eine Legende, von vielen begehrt und von nur wenigen besessen.

Als die Leica M6 auf den Markt kam, war vielen Leuten klar, das dies die perfekteste Kamera ist, die jemals gebaut wurde. Sie verfügte über einen eingebauten Belichtungsmesser und behielt dabei die „klassische“ Größe der vorigen M-Kameras bei.

Eine Leica M6 ist ein herausragendes Beispiel in der Kamerageschichte und insbesondere ein Zeugnis der deutschen Hand- und Wertarbeit, Gründlichkeit und Präzision.

Die Leica’s sind auf dem Gebrauchtmarkt eine der wertstabilsten, begehrtesten und teuersten Marken.

Leica M3

Die LEICA M3 ist Leicas meistverkaufte Kamera in der Unternehmensgeschichte. Die LEICA M3 ist schlicht die beste Kamera, die Leica jemals gebaut hat, und – in der Meinung vieler – die beste Kamera aller Zeiten.
(Ken Rockwell)

Die LEICA M3 hat ein besonders großes und helles Sucherbild und erleichtert dadurch eine präzise Fokussierung auch mit lichtstarken Objektiven bei Offenblende. Selbst die Scharfeinstellung eines aktuellen 50mm f/0.95 NOCTILUX-M mit äußerst knappem Schärfentiefenbereich bei offener Blende übertrifft bei der M3 die Fokussier-Möglichkeiten neuer Leica M Modelle.

Eine LEICA M3 ist kompatibel mit allen LEICA M Objektiven seit 1954 – bis zu den heutigen aktuellen Objektiven. Mit einem einfachen Adapter sind selbst die Objektive mit Schraubgewinde (ab 1933) an der Leica M3 verwendbar.

Mit einem auf den Zubehörschuh aufgesetzten und gekoppelten LEICAMETER MR – Belichtungsmesser ist die LEICA M3 eine wahre ergonomische Freude dank „Halbautomatik“.

Die meisten LEICA M3 Kameras, die wir heute zum Ankauf erhalten, liegen seit Jahrzehnten unbenutzt in Schränken und Schubladen. Kameras diesen Alters benötigen (fast immer) eine technische Grundüberholung, nach der gut erhaltene M3 wieder (fast) auf Neuzustand gebracht werden können.

Rolleiflex 2.8

Die zweiäugige Rolleiflex gehört zu den großen Klassikern in der Geschichte des Kamerabau. Das erste 6×6-Rolleiflex-Modell kam bereits 1929 in den Handel und entwickelte sich rasch zum Verkaufsschlager.

In den 1930er Jahren waren die Rolleiflex neben den Leica Kameras weltweit das bevorzugte Handwerkszeug professioneller Fotografen, insbesondere bei den Reportagefotografen und Zeitungsreportern.

Die 1950er Jahre wurden zum goldenen Zeitalter der zweiäugigen Rolleiflex-Spiegelreflexkameras. Danach jedoch nimmt die Nachfrage ab, moderne Kleinbild-Systemkameras mit Wechselobjektiven beherrschen zunehmend den Kameramarkt.

Auf dem Gebrauchtmarkt werden zahlreiche Rolleiflex angeboten, meist zu erstaunlich hohen Preisen. Eine schöne Rolleiflex mit Planar 2,8/80 aus den 1960er Jahren ist unter 1000 Euro kaum erhältlich.

Die Rolleiflex-Kameras gelten als sehr robust und zuverlässig. Eine Schwachstelle ist inzwischen der Zentralverschluss. Wie bei vielen alten Kameras sind auch bei den Rolleiflex die längeren Verschlusszeiten bis 1/30s träge oder nicht mehr lauffähig. Die Öle sind im Laufe der Jahrzehnte fest geworden und „verharzt“. Dadurch verlängern sich die Belichtungszeiten und führen zu Fehlbelichtungen.

Zu überprüfen ist außerdem der korrekte Filmtransport, um gleichmäßige Bildstege zu erhalten und Überlappungen der Aufnahmen auf den Negativen zu vermeiden.

Für Rolleiflex-Kameras gibt es eine gute Ersatzteilversorgung, jedoch sind Reparaturen vergleichsweise teuer in den wenigen verbleibenden, spezialisierten Werkstätten.

Weitere Informationen zum Ankauf von Rolleiflex-Kameras

Hasselblad 500 C/M

Eine Hasselblad 500C/M ist Ausdruck von klassisch ästhetischer Schönheit und Vintage-Stil bei Kameras.

Der Sucheraufsatz und Lichtschacht, die Transportkurbel für den Filmtransport und Aufzug, Hasselblad-Kameras verströmen eine unnachahmliche Eleganz in der Form und Funktion, sie bieten eine unvergleichliche Haptik.

Hasselblad Kameras waren schon immer Profiwerkzeuge der Fotografie und die hohen Preise der Hasselblad Kameras, Objektive und Zubehör verdeutlichen diesen Anspruch. Hasselblad wird deshalb oft als der „Rolls Royce“ unter den Kameras bezeichnet.

Bis heute überzeugen Hasselblad-Kameras und Objektive mit einer soliden Technik und einer herausragenden Qualität. Vor allem die Zeiss-Objektive, die seinerzeit die Messlatte an erreichbarer Bildqualität vorlegten, sind auch im heutigen Vergleich bemerkenswerte Optiken.

Vergleicht man die aktuellen Gebrauchtmarktpreise, so sind Hasselblad Kameras verglichen mit den ursprünglichen Preisen heute relativ günstig zu erwerben. Allerdings ist der Reparaturbedarf für die meist 30-50 Jahre alten Modelle sehr hoch. Kameras diesen Alters müssen in der Regel überarbeitet werden, zum Beispiel die Mechanik der Kamera neu geschmiert werden und der Zeitenablauf bei den Zentralverschlüssen der Zeiss Objektiven überholt werden.

Hasselblad X-Pan

In den letzten Wochen hatten wir das Glück, zwei dieser seltenen und besonderen (und auf dem Gebrauchtmarkt auch besonders teuren) Hasselblad X-Pan anzukaufen. Nachdem die Kameras in der Fachwerkstatt überholt wurden stehen sie jetzt zum Verkauf.

Auf einen Kleinbildfilm belichtet diese Kamera nicht wie üblich 36 Aufnahmen in der Standardgröße 36x24mm, sondern nur 20 Aufnahmen im Format 65x24mm. Eine Kamera, die also eine Panoramaaufnahme ermöglicht, die in der Breite (meist Horizontale) nahezu den doppelten Bildwinkel erreicht und diesen dann aber auch auf seiner „vollen Breite“ auf Kleinbildfilm abbildet (am Beispiel des Standard – Hasselblad 45mm Objektives).

Hasselblad-Objektive für die Hasselpan X-Pan existieren mit 30 mm, 45 mm und 90 mm, entsprechend den „klassischen“ Objektivbrennweiten 17 mm, 25 mm bzw. 50 mm.

Kauftipp: Wer die Funktionalität einer Hasselblad X-Pan wünscht, aber etwas Geld sparen will kauft sich eine baugleiche Fuji TX-1 (bzw. eine Fuji TX-2 analog zum Nachfolgemodell Hasselblad X-Pan 2), denn der Hersteller dieser Kameras war Fuji in Japan, auch der Hasselblad-Kameras.

Polaroid SX-70

Wenn es eine klassische Sofortbild-Kamera gibt, die heute sehr viele Leute noch immer im Gedächtnis haben, ist es die Polaroid SX-70.

Und das ist vielleicht der Grund, warum diese Kamera heute von vielen „Hipstern“ als Trend- und Kultobjekt verehrt wird.

Eine Haptik aus kühlem Metall und edlem Leder, eine transportabel flache Bauweise durch den mehrstufigen Klappmechanismus – noch heute begeistert die Kamera mit ihrem klassischen „Vintage“-Style.

Zum Glück haben auch nach der Insolvenz von Polaroid Nachfolgeunternehmen die Produktion von Sofortbild-Filmen fortgeführt, so dass heute ein breites Sortiment an Instant-Filmen verfügbar ist.

21. Oktober 2017|

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